btop – die moderne Alternative zu htop für dein Terminal

Btop Screenshot

Wer regelmäßig auf Servern oder Linux-Systemen unterwegs ist, kennt htop – schnell, funktional, aber optisch eher zweckmäßig. Wenn du Lust auf etwas mehr Übersicht, bessere Visualisierung und ein moderneres Bediengefühl hast, solltest du dir btop anschauen.


Was ist btop?

btop ist ein interaktiver System-Monitor für das Terminal. Er zeigt dir in Echtzeit:

  • CPU-Auslastung (pro Core)
  • RAM- und Swap-Nutzung
  • Netzwerktraffic
  • Festplatten-I/O
  • laufende Prozesse

Das Besondere:
Alles wird in übersichtlichen, farbigen Diagrammen dargestellt – inklusive Verlaufsgrafen. Dadurch erkennst du Lastspitzen oder ungewöhnliches Verhalten deutlich schneller als mit klassischen Tools.


Installation und Start

Die Installation ist unkompliziert und funktioniert auf den meisten Systemen direkt über den Paketmanager:

Ubuntu / Debian:

sudo apt install btop

Alternativ (falls nicht im Repo):

snap install btop

Starten kannst du das Tool einfach mit:

btop


Tipps & Tricks zur Bedienung

btop ist nicht nur hübsch, sondern auch überraschend komfortabel zu bedienen:

1. Navigation & Einstellungen

  • F2 öffnet das Einstellungsmenü
  • ESC bringt dich zurück
  • Maus wird unterstützt (z. B. zum Sortieren)

2. Prozesse im Griff behalten

  • Prozesse lassen sich direkt sortieren (CPU, RAM, etc.)
  • Mit wenigen Klicks kannst du Prozesse beenden oder priorisieren

3. Netzwerk im Blick

  • Besonders praktisch: Live-Anzeige von Up-/Download
  • Ideal, um z. B. laufende Backups oder ungewöhnlichen Traffic zu erkennen

4. Layout anpassen

  • Panels (CPU, Netzwerk, Prozesse etc.) lassen sich individuell konfigurieren
  • Farben und Update-Intervalle können angepasst werden

Fazit

btop ist mehr als nur ein Ersatz für htop – es ist ein echtes Upgrade.
Gerade wenn du häufiger mit Servern, Docker-Containern oder NAS-Systemen arbeitest, bekommst du hier deutlich mehr Transparenz bei gleichzeitig besserer Bedienbarkeit.

Einmal ausprobiert, will man meist nicht mehr zurück 😉

CTOP: Eine schlanke GUI für die Konsole – und zwei Wege, sie als Docker‑Container zu starten

Wer viel mit Docker arbeitet, kennt das Problem: Man möchte schnell einen Überblick über laufende Container, deren Ressourcenverbrauch und Logs bekommen – ohne gleich Portainer zu öffnen oder lange docker ps‑Listen zu durchforsten. Genau hier glänzt CTOP: ein leichtgewichtiges, terminalbasiertes Monitoring‑Tool, das sich wie ein „htop für Docker“ anfühlt.

CTOP zeigt CPU‑Last, RAM‑Verbrauch, Netzwerk‑I/O, Block‑I/O und Container‑Status in einer übersichtlichen TUI‑Oberfläche. Perfekt für alle, die auf der Konsole arbeiten, aber trotzdem eine visuelle Darstellung bevorzugen.

Da die ursprünglichen Binary‑Releases nicht mehr zuverlässig verfügbar sind, bietet sich heute vor allem eine Nutzung als Docker‑Container an. Und dafür gibt es zwei elegante Varianten.

Variante 1: CTOP mit festem Container‑Namen (empfohlen)

Diese Variante sorgt dafür, dass CTOP immer unter dem gleichen Containernamen läuft. Das ist besonders praktisch, wenn man regelmäßig mit dem Tool arbeitet oder automatisierte Skripte nutzt.

Der Alias wird einmalig in die ~/.bashrc eingetragen:

echo 'alias ctop="docker run --rm -ti --name ctop -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock quay.io/vektorlab/ctop:latest"' >> ~/.bashrc source ~/.bashrc 

Ab sofort genügt ein einfacher Befehl:

ctop

Der Container heißt dabei immer ctop, wird nach dem Beenden automatisch entfernt und hinterlässt keine Rückstände.

Variante 2: CTOP direkt per Docker‑Befehl starten

Wer keinen Alias setzen möchte oder CTOP nur gelegentlich nutzt, kann es jederzeit direkt starten:

docker run --rm -ti --name ctop \ -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock \ quay.io/vektorlab/ctop:latest

Auch hier gilt:

  • --rm entfernt den Container nach dem Beenden
  • --name ctop sorgt für einen festen Namen
  • Die Docker‑Socket‑Bindung ermöglicht CTOP den Zugriff auf die Container‑Daten

Warum CTOP eine Empfehlung wert ist

CTOP ist ein hervorragender Mittelweg zwischen klassischer CLI und vollwertigen Web‑GUIs wie Portainer. Es ist:

  • leichtgewichtig
  • übersichtlich
  • sofort einsatzbereit
  • ideal für schnelle Checks direkt auf dem Server

Gerade auf Headless‑Systemen oder in SSH‑Sessions ist CTOP ein echter Produktivitätsgewinn.

Ubuntu – DHCP Release erneuern

Wenn Sie den DHCP-Lease erneuern und sich zum Beispiel aufgrund einer eingerichteten DHCP-Reservierung eine neue IP-Adresse an einem Ubuntu-Client einrichten möchten, können Sie ganz das ganz einfach mit den zwei Kommandos durchführen:

sudo dhclient -r    
sudo dhclient eth0  

Wobei eth0 ggf. gegen den Namen des Netzwerkinterfaces getauscht werden muss.

Viel Erfolg!

NGINX Reverseproxy für Weiterleitung auf anderes HTTPS-Ziel

Ich hatte konkret die Aufgabe, verschiedene Webserver unter einer externen IP-Adresse erreichbar zu machen. Die Webserver verfügen bereits über ein eigenes HTTPS-Zertifikat – ich muss mich als nicht noch um Zertifikate wie Let’sEncrypt etc. kümmern.
Im konkreten Beispiel habe ich für diesen Zweck ein einfaches Ubuntu Server 18.04 LTS aufgesetzt und in meiner DMZ aufgestellt mit dem Ziel, dort nichts weiter als diesen konkreten NGINX darauf laufen zu lassen.

Nach der Installation von Linux erfolgen wie immer die üblichen Befehle zum Aktualisieren des Betriebssystems

sudo apt update
sudo apt full-upgrade

NGINX wird mit einer weiteren einfachen APT-Zeile angestoßen:

sudo apt-get install nginx

Um zu konfigurieren, dass NGINX automatisch zum Systemstart mitgestartet wird, geben wir folgenden Befehl ein:

sudo /etc/init.d/nginx start

Jetzt könnt ihr den NGINX-Webserver einfach testen durch Aufrufen der entsprechenden IP-Adresse im Browser. In meinem konkreten Fall war das die nachfolgende IP-Adresse

http://192.168.140.16

Ziel ist es in diesem konkreten Fall, eine Weiterleitung von HTTPS auf HTTPS zu konfigurieren.
Dafür muss das SSL-Zertifikat vorhanden sein und in die folgenden Dateien kopiert werden:
public Key:
sudo vim /etc/nginx/cert.crt
Private Key
sudo vim /etc/nginx/cert.key

Anschließend ist es schon soweit – ihr könnt die Konfiguration des NGINX öffnen und die Proxy-PASS-Konfig einfügen. In meinem konkreten Beispiel sah das so aus

sudo vim /etc/nginx/sites-enabled/default
server {

    listen 443 ssl;
    server_name subdomain.domain.de;

    ssl_certificate           /etc/nginx/cert.crt;
    ssl_certificate_key       /etc/nginx/cert.key;

    ssl on;
    ssl_session_cache  builtin:1000  shared:SSL:10m;
    ssl_protocols  TLSv1 TLSv1.1 TLSv1.2;
    ssl_ciphers HIGH:!aNULL:!eNULL:!EXPORT:!CAMELLIA:!DES:!MD5:!PSK:!RC4;
    ssl_prefer_server_ciphers on;

    access_log            /var/log/nginx/jenkins.access.log;

    location / {

      proxy_set_header        Host $host;
      proxy_set_header        X-Real-IP $remote_addr;
      proxy_set_header        X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
      proxy_set_header        X-Forwarded-Proto $scheme;

      # Fix the “It appears that your reverse proxy set up is broken" error.
      proxy_pass          https://192.168.140.10:443;
      proxy_read_timeout  90;

      proxy_redirect      https://192.168.140.10:443 https://git.gustini.de;
    }
  }

Abschließend noch ein Neustart von NGINX

 sudo service nginx restart

Anschließend hat die Lösung bei mir schon funktioniert!

Linux Ubuntu- Festplatten und Partitionen anzeigen

Bei der Administration eines Ubuntu-Servers benötigte ich Informationen über verfügbare Festplatten und Partitionen. Ein sehr nützlicher Befehl dafür ist der Befehl lsblk:

sudo lsblk -o NAME,FSTYPE,SIZE,MOUNTPOINT,LABEL
Ausgabe des Befehls „sudo lsblk -o NAME,FSTYPE,SIZE,MOUNTPOINT,LABEL“

Auf dieser Grundlage konnte ich anschließend die Partitionen löschen, neu anlegen und an benötigter Stelle mit mount einbinden.